Auf die richtige Zubereitung kommt es an

Meist mögen Hunde aber direkt den Geschmack von Möhren, die man zusammen mit Brokkoli, Spinat, Zucchini und sogar mit Spargel in den Mixer packt. Man kann hierfür einen üblichen Haushaltsmixer oder einen Pürierstab verwenden. Auch ist es möglich, das gesamte Obst und Gemüse fein zu raspeln. Dies bedeutet zwar etwas mehr Aufwand, erfüllt jedoch denselben Zweck.

Rohes, püriertes Obst und Gemüse – ein Blick hinter die Kulissen

Auch wenn das Gemüse immer püriert oder möglichst klein gerieben werden sollte, darf man auch in Zukunft kleine Möhrenstücke getrost als Leckerlis verwenden. Auch Äpfel und Bananen eignen sich hierzu hervorragend.

Die schnelle Hilfe bei Durchfall

Gerade die oben genannten Obstsorten helfen auch, wenn der Hund Durchfall hat. Natürlich gilt es eine Erkrankung immer sofort beim Tierarzt abklären zu lassen, aber als erste Hilfe eignet sich ein Brei aus pürierten Äpfeln, Bananen und Möhren. Hierfür dürfen die Karotten aber nicht roh beigemengt werden, sondern sollten mindestens eine Stunde in Wasser gekocht werden.

Auch bei Verstopfung ist Gemüse ein Mittel der Wahl

Hat der Hund das gegenteilige Problem und leidet unter Verstopfung, kann dem Gemüsebrei ein Stückchen Feige beigeben. Hat der Hund generell Probleme mit dem Magen, hilft ein Stückchen Ingwer, der fein unter den Gemüsebrei gerieben wird. Diese Wurzel enthält viele Enzyme und ätherische Öle, ebenso wie Kalium, Kalzium, Magnesium und wichtige Vitamine.

Salate und Blattgemüse gehören zum leckeren Barf-Menü

Salate und Blattgemüse eignen sich ebenfalls hervorragend zum Barfen. Kohlrabi-Blätter und Löwenzahnblätter stehen hoch im Kurs. Bei allen Kohlgemüsen sollte man jedoch sehr vorsichtig sein und niedrig dosieren, da diese oft Blähungen verursachen können, wenn sie zu häufig gefüttert werden.

Der reife Zustand ist entscheidend

Bei fast allen Obstsorten gilt, dass man sie im überreifen Zustand verfüttern sollte. Auch auf den Zuckergehalt muss immer geachtet werden. Es gibt einige Obst und Gemüsesorten, die man nicht in den Futternapf packen soll. Zwiebel, Avokados und Rosinen sollen weiterhin nur von uns Menschen verspeist werden!


 

Die verschiedenen Öle

Distelöl

Obwohl Distelöl über den größten Linolsäure-Gehalt (nämlich ca. ¾ des gesamten Öls) sowie über einen hohen Vitamin-E-Gehalt verfügt, sollte man es beim Hund nicht einsetzen. Zahlreiche Studien haben bereits festgestellt, dass es beim Vierbeiner stark krebsfördernd wirken kann und somit als Öl für Hunde ungeeignet ist.

Erdnussöl

Erdnussöl enthält verschiedene mehrfach ungesättigte Fettsäuren – je nach Qualität des Öls in einer unterschiedlichen Menge. Erdnüsse (und das daraus gewonnene Öl ebenso) gelten beim Hund jedoch als Auslöser für Epilepsie. Daher ist auch Erdnussöl als Öl für Hunde ungeeignet.

Fisch-Nachtkerzenöl

Dabei handelt es sich um ein spezielles Öl für Hunde, das als Einzelfuttermittel im Hundenapf durchaus seine gesunde Wirkweise entfaltet. Es enthält ca. 30% ungesättigte Omega-3-Fettsäuren und zusätzlich viel Vitamin E.

Haselnussöl

Haselnussöl ähnelt dem Olivenöl und verfügt über viele einfach ungesättigte Fettsäuren. Da es gesündere Varianten gibt, darf man beim Barfen darauf durchaus verzichten.

Kürbiskernöl

Kürbiskernöl dagegen ist sehr gesund für Hunde. Es enthält viel Selen, Chlorophyll und weitere, sekundäre Pflanzenstoffe. Auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren kommen darin in einer hohen Anzahl vor.

 

Lachsöl bzw. Fischöl allgemein ist ein wesentlicher Bestandteil beim Barfen und gilt als der Topreiter im Bereich Öl für Hunde. Es wird aus verschiedenen Fischen hergestellt und verfügt über Omega-3, Omega-6 und Omega-9 Fettsäuren. Es sollte ein wenig fischig riechen, aber nicht allzu penetrant sein. Zudem schmeckt es den meisten Hunden auch in seiner Rohform schon gut, sodass es wahlweise über das Futter gegeben kann, aber auch allein im Napf für Begeisterung sorgt.

 

Leinöl gehört auf dem Barf-Plan zu den sogenannten Basis-Ölen und ist ein ideales Öl für Hunde. Es besteht aus ca. 50% Linolensäure (also mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren), Linolsäure und Ölsäure. Auch ein wenig Vitamin E ist enthalten. Man sollte hier jedoch darauf achten, dass es nicht erhitzt wird, da sonst alle Nährstoffe schnell verloren gehen. Außerdem verfügt es über eine entzündungshemmende und antikarzinogene Wirkung.

Maiskeimöl

Kein empfehlenswertes Öl für Hunde, da man Maiskeimöl eine krebserregende Wirkung nachsagt. Dennoch sind viele Omega-6-Fettsäuren und ungesättigte Fettsäuren enthalten.

Olivenöl

Sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn es sich um natives Olivenöl mit unter einem Prozent freier Fettsäuren handelt und zudem schonend hergestellt wurde. Es enthält Ölsäure, Linolsäure, sowie Vitamin A und E, Phosphor, Eisen und viele andere Spurenelemente.

 

Rapsöl verfügt über einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren und Vitamine. Dennoch sollte es beim Barfen nicht verwendet werden, da es in Verdacht steht, Stoffwechselstörungen, Allergien, Tumorzellen und Epilepsie zu begünstigen.

Sesamöl

Kann durchaus beim Barfen eingesetzt werden, da es eine hohe Anzahl mehrfach ungesättigter Fettsäuren und einen großen Prozentsatz an Ölsäure besitzt. Außerdem enthält es Vitamin E, Lecithin, Cholin, Phenole und vieles mehr in einer geringen Menge. Sesamöl ist lange haltbar und verfügt sowohl über bakterizide als auch insektizide Eigenschaften. Zudem wird es bei der Behandlung von trockenen Schleimhäuten und Tumoren eingesetzt, was es zu einem idealen Öl für Hunde macht.

 

Sonnenblumenöl enthält zwar viel Vitamin E und ungesättigte Fettsäuren, aber gilt auch als krebsbegünstigend und ist somit als Öl für Hunde ungeeignet.

Traubenkernöl

Traubenkernöl verfügt über viele gesunde Inhaltsstoffe. Dennoch gelten Trauben für Hunde mitunter als giftig, dementsprechend sollte man vorzugsweise auch nicht zu Öl aus Traubenkernen greifen.

Walnussöl

Kann durchaus beim Barfen eingesetzt werden, da es viele ungesättigte Fettsäuren, Ölsäure und einen hohen Gehalt an Vitamin B vereint.

 

Kokosöl gehört ebenfalls zu den Basis-Ölen und sollte nicht auf dem Barf-Plan fehlen. Es enthält große Mengen Laurinsäure und wirkt sowohl antibakteriell als auch und antiviral. Zudem fördert es die Darmgesundheit und ermöglicht so ein wurmwidriges Milieu.


Zusammenfassung

  • Das Futter kann jederzeit an die Bedürfnisse des Hundes angepasst werden.
  • Der Organismus des Tieres wird von künstlichen Zusätzen und Getreide verschont.
  • Die Tiere sind fitter, agiler, gesünder, ruhiger, gelassener.
  • Das Fell ist dicht und seidig.
  • Der Eigengeruch ist deutlich geringer.
  • Das Immunsystem ist stärker.
  • Die Muskulatur und Bänder des Tieres sind kräftiger.
  • Welpen leiden nicht/selten unter Wachstumsproblemen.
  • Hunde leiden deutlich weniger an Parasitenbefall.
  • Oft sind nur wenige Tierarztbesuche erforderlich.
  • Barfen ist günstiger.

Die Berechnung der Futtermenge

Rasse Gewicht
kg (ca.)
Futtermenge
in Gramm
Fleischanteil min. (70%) Fleischanteil max. (90%) Andere Zutaten min. (10%) Andere Zutaten max. (30%)
Bernhardiner 70 2.100 1.470 1.890 210 630
Deutsche Dogge 50 1.500 1.050 1.350 150 450
Rottweiler 40 1.200 840 1.080 120 360
Deutscher Schäferhund 35 1.050 735 945 105 315
Weimaraner 33 990 693 891 99 297
Golden Retriever 30 900 630 810 90 270
Labrador Retriever 30 900 630 810 90 270
Boxer 28 840 588 756 84 252
Dalmatiner 25 750 525 675 75 225
Australian Shepherd 22 660 462 594 66 198
Border Collie 17 510 357 459 51 153
Cocker Spaniel 13 390 273 351 39 117
Beagle 12 360 252 324 36 108
Dackel 8 240 168 216 24 72
Mops 7 210 147 189 21 63
Jack Russell Terrier 6 180 126 162 18 54
Yorkshire-Terrier 4,5 135 95 122 14 41
Chihuahua 2 60 42 54 6 18

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Die meisten Fertig-Hundefutter enthalten wenig von dem, was ein Fleischfresser hauptsächlich bekommen sollte, nämlich Fleisch. Vielmehr wird ein hoher Eiweißgehalt oft durch einen hohen Getreideanteil erzeugt. Doch wie auch beim menschlichen Organismus ist pflanzliches Eiweiß viel schwerer zu verstoffwechseln, weshalb tierischem Eiweiß der Vorzug gegeben werden sollte.

Hinzu kommt, dass die Qualität der Zutaten von Fertigfutter oft zu wünschen übrig lässt. Denn verarbeitet wird, was bei der Produktion menschlicher Nahrung übrig bleibt. Bei den "tierischen Nebenerzeugnissen", die auf vielen Fertigfutterpackungen zu finden sind, sind dies zum Beispiel Fell, Hufe, Krallen, Federn und Schnäbel. Auch das Getreide ist oft von minderwertiger Qualität. Zwar werden im Laufe des Herstellungsprozesses alle Keime abgetötet, die dieser Mix enthalten könnte, dabei bleiben jedoch auch Vitamine und Nährstoffe weitgehend auf der Strecke. Dadurch wird das Futter steril.

Für das Immunsystem des Hundes ist es jedoch wichtig, dass es gefordert wird, um widerstandsfähig zu bleiben. Beim Barfen wird häufig kritisiert, dass frisches Fleisch eine hohe Keimdichte enthalten könnte. Genau dies ist jedoch wichtig, um den Organismus des Hundes zu stärken.

BARF ist Futter, wie es von der Natur für Carnivoren vorgesehen ist. Es enthält alle Nährstoffe in natürlicher und somit leicht verdaulicher Form. Da es sich an der Beute eines Raubtieres orientiert, entspricht es den Bedürfnissen des Hundes. Und es stärkt das Immunsystem auf vielfältige Art und Weise, indem es dieses einerseits stärkt, andererseits aber auch trainiert.

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Barfen ist viel leichter als Du denkst. Alles, was Du dafür benötigst, ist ein ehrliches Interesse an der gesunden und artgerechten Ernährung Deines Hundes. Und ein freies Tiefkühlfach, um das Futter für Deinen Liebling zu lagern.

Die ideale Aufteilung eines artgerechten Barf-Menüs beläuft sich auf einem Fleischanteil von 80% und einem Gemüseanteil von 20%, wahlweise kann die Aufteilung auch in einem 70/30-Verhältnis erfolgen. Eine detaillierte Übersicht haben wir hier für Dich erstellt. Die genaue Aufteilung einer ausgewogenen Barf-Mahlzeit sieht wie folgt aus:

 

-          45-50% Muskelfleisch (rohes Muskelfleisch liefert Mineralien und Fette, Wasser, Vitamine und Proteine; Muskelfleisch ist der Hauptbestandteil

-          15-20% aus Blättermagen und Pansen von Wiederkäuern (somit erhalten Hunde zusätzlich wichtige Vitamine)

-          10-15% RFK (rohe fleischige Knochen sind ein natürlicher Mineralienlieferant)

-          10-15% Innereien enthalten eine Vielzahl an Vitaminen, Eisen, Biotin und Kupfer. Vor allem Leber und Nieren sind Hauptbestandteile, wenn man Innereien barft. Milz und Lunge werden auch gerne verwendet.

-          20% Obst und Gemüse: wie bereits erwähnte, sollte dieses Verhältnis in einer Barf-Mahlzeit bei 1:3 liegen. Obst und Gemüse versorgen Deinen Hund neben den notwendigen Ballaststoffen auch mit wertvollen Vitaminen und Mineralien

-          Supplemente: ganz individuell werden zusätzlich noch wertvolle Mineralien und Öle hinzugefügt werden.

 

Barfen ist wirklich einfach: Du brauchst weder einen Lehrgang noch eine eigene Hundefutterküche. 


BARF-Lebensmittelampel für Hunde

 

Unbedenkliche Obst- und Gemüsesorten für Hunde Diese Sorten sind nur mit Einschränkungen für Hunde geeignet Auf dieses Obst und Gemüse sollte bei Hunden verzichtet werden
Äpfel Ananas (viel Säure, nur überreif füttern) Auberginen
Aprikosen Birnen (nur überreif füttern) Avocados
Bananen Blumenkohl (blähend, daher vor dem Verzehr kochen) Bittermandel
Chicoree Broccoli (blähend, daher vor dem Verzehr kochen) Rohe grüne Bohnen
Chinakohl Feigen (wirken abführend) Hülsenfrüchte
Erdbeeren Grünkohl (blähend, daher nur in geringen Mengen füttern) Knoblauch und Lauchgewächse
Fenchel Blaubeeren (nur überreif füttern) Paprika
Johannisbeeren Kartoffeln (nur gekocht füttern, rohe Kartoffeln enthalten giftiges Solanin) Tomaten
Karotten Kirschen (Steine entfernen, enthalten giftige Blausäure) Weintrauben
Kohlrabi Melonen (nur überreif füttern) Zwiebeln und Zwiebelgewächse
Pflaumen Orangen (nur kleine Mengen und überreif füttern)  
Rote Beete    
Spargel    
Spinat    

Apfelessig – eine Art Alleskönner

Apfelessig ist reich an Mineralien, Magnesium, Kalium, Eisen und essentiellen Vitaminen.

Hat Ihr Hund Probleme mit der Verdauung, versuchen Sie doch bitte erstmal die Gabe von Apfelessig ( bei ernsthaften Erkrankungen ist der Tierarzt unerlässlich) .

Wenn es nur um Verdauungsschwierigkeiten geht, kann Apfelessig tatsächlich eine super Lösung .

 

• Der Appetit Ihres Hundes wird gesteigert.
• Sie können den Durchfall in den Griff bekommen.
• Leidet Ihr Hund unter Verstopfung – auch hier kann  

Apfelessig helfen.
• Die ph – Level werden ausgeglichen .

Täglich einen Teelöffel ins Trinkwasser

 

Apfelessig ist super gut geeignet zur Pflege des Fells sowie für gereizte und/ oder trockene Haut. Dabei wird der Essig direkt aufgetragen.Geben Sie den Essig direkt auf die Bürste und kämmen, bürsten oder striegeln Sie das Fell mit der essiggetränkten Bürste.Der Apfelessig wirkt durch das Bürsten  wie ein Deo,
desodorierend.

 

 

Sobald Sie die Hitze bemerken, geben Sie Ihrer Hündin Apfelessig mit ins Futter. In der Regel werden Hunde zwei mal am Tag gefüttert, das heißt, Sie geben jedes Mal einen Esslöffel Essig dem Futter bei.Der Apfelessig neutralisiert den Geruch, den läufige Hündinnen bei der Hitze entfaltet und nimmt auch größtenteils das Signal auf Hitze im Urin. Läufige Hündinnen dürfen dann sehr gerne überall markieren, ohne dass „liebeskranke“ Rüden anfangen, sich für sie zu interessieren und anstehen.

 

Sie nehmen einfach ein Hundeshampoo  und schäumen Ihren Hund so richtig gut ein, arbeiten Sie das Shampoo oder was Sie zur Hand haben gut ein und verteilen es gleichmäßig ins Fell. Das alleine erstickt bereits die Flöhe. Dann spülen Sie das Shampoo oder die Seife mit Apfelessig aus. Die Flöhe fallen aus dem Fell, denn sie mögen weder den Geruch dieses Essigs noch den Geschmack.Zur Vorbeugung mischen Sie Apfelessig mit Wasser 1:2 (ein Teil Essig und zwei Teile Wasser). Befüllen Sie mit dem Apfelessigwasser eine Sprühdose und besprühen Sie täglich das Fell Ihres Hundes.

 

Wurde Ihr Hund gestochen hilft auch hier Apfelessig.
Damit der Stich nicht anschwillt oder auch besser abheilt, können Sie den Stich mit Apfelessig behandeln.

 

 

  • Um einfach nur der Gesunderhaltung des Hundes Rechnung zu tragen, reicht die Gabe eines Teelöffels von Apfelessig 2 – 3 mal wöchentlich.
  • Apfelessig gibt man ins Trinkwasser und verdünnt ins Futter. Achten Sie bitte wirklich darauf, dass der Essig tatsächlich gut verdünnt ist, bevor sie ihn ins Futter geben.
  • Gehen Sie sparsam mit Apfelessig um. Ein Teelöffel heißt ein Teelöffel und nicht nach Augenmaß.
  • Meiden Sie bei Gabe von Apfelessig die Bereiche um die Nase, Maul oder Augen. Apfelessig kann brennen.
  • Apfelessig bitte nicht auf Wunden geben, nicht auf Schnittstellen o. ä. Überlegen Sie bitte, ob es bei Ihnen brennen könnte – Ja! – Und somit bei ihrem Hund eben auch.
  • Sie lesen, Apfelessig ist ein Essig, den Sie wahrscheinlich in der Küche haben und ein viel größeren Anwendungsbereich abdeckt. Es lohnt sich definitiv, eine Flasche diesen Essigs im Hause zu haben.
  • Was natürlich aber auch klar ist – Apfelessig ist zwar eine Art Alleskönner, aber ganz sicher kein „Allheilmittel“. Zeigt Ihr Hund Symptome, die auf eine Erkrankung schließen,bitte zum Tierarzt und nicht mit Apfelessing bekämpfen

 

Quelle:Wissen-Hund


 

 Interessant ist immer, dass Barfern Religiosität, Fanatismus und mangelnde Toleranz unterstellt wird, ein anfeindendes Verhalten von der Seite der Fertigfutter-Anhänger jedoch vollkommen akzeptabel scheint. Dabei werden Barfer teilweise ganz offen stigmatisiert, angegriffen und stets mit kritischem Blick bedacht.

  • Die Labore bieten BARF-Blutprofile an. Bei Tieren, die Trockenfutter bekommen, scheint dafür keine Notwendigkeit vorzuliegen, obwohl es keinen Beweis gibt, dass Fertigfutter grundsätzlich ausgewogen ist.
  • Im Zusammenhang mit BARF wird vor Salmonellen und anderen Gefahren dieser Art gewarnt, aber keiner fragt danach, wie die Situation mit Fertigfutter aussieht, obwohl bekannt ist, dass beispielsweise getrocknete Kauartikel wahre Bakterienherde sind. So dürfen Therapiehunde nicht gebarft werden, ob ein Hund aber über Fertigfutter zum Infektionsrisiko wird, kümmert niemanden.
  • BARF-Rationen wird immer unterstellt, nicht bedarfsdeckend zu sein. Dabei wird vergessen, dass es für Fertigfutter keine gesetzlichen Anforderungen gibt, sämtliche heute als relevant geltenden Bedarfswerte zu erfüllen. Von jenen, die noch gar nicht erforscht sind, mal ganz zu schweigen. Theoretisch kann jeder ein Fertigfutter herstellen und verkaufen. Sachkunde und Fachwissen sind nicht notwendig.
  • Einige Tierärzte notieren in großen, roten Lettern BARF auf der Karteikarte eines Barfers, um im Anschluss jede Erkrankung auf die Fütterung zurückzuführen. Gibt ein Tierhalter irgendein Trockenfutter in den Napf, erfolgt keine vorwurfsvolle Belehrung, selbst wenn der Hund fütterungsbedingte, gesundheitliche Probleme hat.
  • Barfer sollen ihren Hund alle 6 Wochen entwurmen, obwohl die meisten Tierhalter, die roh füttern, das Fleisch vor der Fütterung gefroren lagern, was nachweislich zum Absterben von Würmern und deren Vorstadien führt, sodass kein größeres Risiko besteht.
  • Barfer müssen sich von Kritikern anhören, sie würden ihre Hunde umbringen, wären geizig und verantwortungslos, während Tierhalter, die billigste bunte Getreidekugeln aus dem Discounter geben, stets gewissenhafte und verantwortungsbewusste Hundeführer sind.

 

Rohfütterung genau erklärt

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Giftig: Was Hunde nicht fressen dürfen

 

 

Nachtschattengewächse
Zum Beispiel rohe Kartoffeln und Auberginen, auch Kartoffelwasser
Giftige Dosis: unbekannt, hängt von der Konstitution des Hundes ab
Giftstoff: Alkaloide
Symptome: Erbrechen, Schleimhautreizung, Störungen der Gehirnfunktionen

 

 

Rohe Bohnen
Giftstoff: Phasin, ein Protein, das rote Blutkörperchen verklebt.
Giftige Dosis: unbekannt, je nach Konstitution des Hundes giftig
Symptome: Erbrechen, Durchfall

 

Schokolade
Giftstoff: Theobromin
Giftige Dosis: je nach Kakaoanteil wirken 8 bis 60 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht giftig. Es sind Todesfälle bekannt.

 

Weintrauben und Rosinen
Giftige Dosis: 10-30 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht wirken giftig
Folge: erhöhte Kalziumwerte im Blut, Nierenversagen
Symptome: Erbrechen, Durchfall, Lethargie

 

Zwiebeln
Giftige Dosis: ab ungefähr 5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht und je nach Konstitution des Tieres giftig
Folge: Zerstörung der roten Blutkörperchen
Symptome: Durchfall, Erbrechen, blasse Schleimhäute, Appetitlosigkeit
Ob gekocht, gebraten, getrocknet, die giftige Wirkung bleibt erhalten.

 

Knoblauch
Giftige Dosis: 5 Gramm je Kilogramm Körpergewicht, bei Knoblauchextrakt gilt 1,25 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. Das heißt: Für einen 20 Kilogramm schweren Hund könnten Knoblauchmengen ab 100 Gramm (ca. zwei Knollen) gefährlich werden, weil sie giftig sind. Wichtig: Egal ob frisch, getrocknet, pulverisiert oder gegart - die schädliche Wirkung bleibt erhalten.

 

Rohes Schweinefleisch
Gefährlich: das (inzwischen selten gewordene) Aujeszky-Virus überträgt die sogenannte Pseudowut, eine Infektion endet bei Hunden immer tödlich. Deshalb gilt: kein rohes Schweinefleisch für Hunde.

Avocados
Giftstoff: Persin, es schädigt den Herzmuskel
Symptome: Atemnot, Husten, Bauchwassersucht

Obstkerne
Giftstoff: Blausäure
Symptome: Erbrechen, Durchfall, Fieber und/oder Atemnot

 

Für Hunde schlecht verträglich

Knochen
in Zubereitung: gekocht, gegrillt, gebraten
Grund: Die aufgeweichte Knochenmasse kann splittern und stopfen.
Gefahr: Verletzungen in Mund, Speiseröhre, Magen, Darm, außerdem Darmverschluss

Knabbereien
Ursache: konzentrierte Salzaufnahme, die besonders für Hunde mit Herz- und Nierenschwäche gefährlich werden kann.
Folge: Der Blutdruck steigt, Herz und Nieren werden belastet.

Milch, Eis
Ursache: der hohe Milchzuckergehalt
Milchzucker kann im Dünndarm des Hundes schlecht verdaut werden. Die Folge für das Tier: Durchfall.

Butter
Kurzkettige Fettsäuren der Butter können schwer verdaut werden, mögliche Folge (je nach Menge): Erbrechen.

Rohes Eiklar
Das im Hühnerei enthaltene Protein Avidin bindet Biotin (wichtig für Haut und Fell) und verhindert die Aufnahme von Biotin im Körper.

 


 

BARF (Bones and raw food) - Die Grundlagen des Barfens

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Die Grundlagen des Barfens
Für genauere Informationen ist die Fachliteratur unverzichtbar!


1. Barf= Fütterung von rohem Fleisch (auch Fisch) und fleischigen Knochen, ergänzt mit etwas Gemüsezubereitung (Salat, Kräuter, Obst, meist püriert) + ggf. Getreide (Reis, gekochte Nudeln)


2. Verbotene Nahrungsmittel: rohes Schweinefleisch, Schokolade, Tomate, Paprika, Auberginen, Avocado, Zwiebel, Knoblauch (in großen Mengen), Trauben


3. Fütterungsmenge: Beim gesunden ausgewachsenen Hund 2-3 % vom Körpergewicht pro Tag, davon rund 2/3 Fleisch + Knochen, der Rest Gemüse + Sonstiges. Welpen, Junghunde, Sportler etc. brauchen mehr, daher je nach Gewichtsentwicklung des Hundes anpassen. 


4. Möglichst abwechslungsreich füttern, dadurch deckt man den Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen am Besten ab. Geschmackliche Vorlieben des Hundes wenn möglich berücksichtigen. 
Wegen der Omega-3-Fettsäuren sollte viel Fleisch von echten Weidetieren (Wild, Lamm, Bio) und fettreicher Fisch gefüttert werden. Oder hochwertige Öle (z.B. Leinöl, Nussöl, Nachtkerzenöl, Weizenkeimöl als Vitamin E-Lieferant) zugefügt werden. 
Innereien haben viel Vitamin A (alle 2 Tage etwas oder alle 2-3 Wochen komplette Innereienmahlzeit geben), grüner Pansen/Blättermagen hat Enzyme (dann kein Gemüse zugeben). 


5. Mit gewolftem Fleisch und weichen Knochen (Kalbsknorpel, Geflügelhälse, Hühnerklein) einsteigen. Dabei auf Kalzium-Zufuhr achten = genug Knochen, ggf. Kalziumcitrat (21 %) oder Eierschale (33 %) ergänzen, ein Hund braucht zwischen 50 und 80 mg pro Kilo Körpergewicht pro Tag.
Bei der Umstellung auf Barf kann es zu Entgiftungserscheinungen kommen, dann sollte man anfangs immer das Gleiche füttern.
Besonders bei der Fütterung von Welpen und kranken Hunden kommt auf genaue Dosierung an, bitte in einschlägiger Literatur nach lesen.


6. Beim Teilbarf nicht die Futterarten mischen, sondern eine Mahlzeit barfen, die andere Fertigfutter. 


7. Die Kosten hängen im Wesentlichen davon ab, welche Fleischquellen man hat. Mit etwas Recherche können die Kosten aber auf gleichem Niveau wie bei Fertigfutter gehalten werden. Auch der Aufwand ist mit etwas Übung nur unwesentlich größer. 

VORTEILE DES BARFENS:

. Eine kräftige Muskulatur

. ein gestärktes Immunsystem

. glänzendes Fell

. Reduktion üblen Mundgeruchs

. Reduktion und Vorbeugung von Zahnstein

. wesentlich kleiner Kotmengen

 


Giftig und ungesund

Unreifes Obst, Obstkerne und Steine enthalten Blausäure. Die Menge ist zwar sehr gering, begünstigt aber Krankheiten.
Nachtschattengewächse enthalten im unreifen und keimenden Zustand hohe Mengen an Solanin und daher giftig. Im reifen Zustand ist der Solaninanteil minimal. Solanin wird durch Kochen zerstört.
Also nur geringe Mengen davon füttern.

Zwiebeln, Lauch, aus der Familie Allium ist für den Hund giftig bis stark giftig, weil diese Pflanzen N-Propyldisulfid enthalten.
Blumenzwiebeln und deren Blätter und Stengel gehören auch dazu!
In den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) führt N-Propyldisulfid aus Knoblauch und Zwiebel zur Bildung von sogenannten Heinz-Körpern, die zum Aufplatzen der Blutzellen führen. Bei einer Aufnahme größerer Mengen von Knoblauch oder Zwiebeln, aber auch bei einer regelmäßigen Fütterung kleiner Mengen führt dieser Inhaltsstoff zu lebensbedrohlicher Anämie (Blutarmut).

Avocados - wenn auch nicht alle Sorten giftig sind, füttern Sie dieser einen für Hunde giftigen Sorte wegen keine.

Schokolade ist für Hunde schon in geringen Mengen hochgiftig. Im Kakao ist ein für Menschen ungefährlicher, für Hunde tödlicher Stoff enthalten: Theobromin.
Je höher der Kakao Gehalt ist, desto höher der Theobromin Gehalt.
Vor allem Bitterschokolade enthält sehr viel davon.

Ranzige Fette sind äusserst ungesund, sie vernichten Vitamin A im Körper.

Weintrauben + Rosinen führen zu Darmverschluss, das kann tödlich enden.


 

Die Vitamine

Folgend eine kleine Aufstellung über ein paar wichtige Vitamine und worin diese enthalten sind.

 

Vitamin A

Das Vitamin A ist an der Bildung von Sehpurpur des Auges, von der Haut und Schleimhaut sowie von Hormonen für Wachstum und Fortpflanzung beteiligt. Weiter greift es über die Regulation des Eiweißstoffwechsels in die Bildung von Knochengewebe ein.
Vitamin A kommt in Butter, Eier, Fisch, Fleisch, Leber und Milch sowie in Gemüse als Provitamin.

 

Vitamin C

Im Gegensatz zum Menschen kann der Hund Vitamin C selber bilden!

Das Vitamin C ist im Stoffwechsel des jungen Hundes bedeutungsvoll. Es wirkt am Aufbau von körpereigenem Eiweiß mit, beeinflusst die Bildung der Nebennierenhormone, des Adrenalins und der Folsäure, greift in den Eisen- und Kalziumstoffwechsel ein, reguliert den Einbau von Kalzium in das Skelett und bildet Kollagen.

 

B-Komplex-Vitamine

Vitamin B 6 und B 12 ist für den Aufbau der Skelettmuskulatur unentbehrlich.

Bei einer gemischten Ernährung aus Gemüse, Fleisch und Fisch, sowie Milch- und Getreideprodukten brauchen Sie einen Mangel bei sachgemäßer Zubereitung nicht befürchten.

 

Vitamin K

Das Vitamin K reguliert die Blutgerinnung. Es ist weiterhin wichtig für das Knochen- und Nierengewebe sowie für die Muskulatur des Skelett- und Bewegungsapparates.

Es kommt in Gemüse, Soja-, Raps- und Olivenöl, Getreide, Milch und Fleisch in natürlicher Form reichlich vor und es wird zudem von den Darmbakterien normal in ausreichender Menge gebildet.